Helfen – aber wie? Asyl und Flüchtlingspolitik vor Ort

KHS

Der Landkreis Oberhavel muss in diesem Jahr mit deutlich höheren Asylbewerberzahlen rechnen als ursprünglich prognostiziert. Vorhergesagt waren im Februar knapp 700 Menschen. Die jüngste Prognose geht nun von 1087 Flüchtlingen aus. Damit steigt die Gesamtzahl der Asylsuchenden, für deren Unter-bringung der Landkreis zusätzlich verantwortlich ist, um rund 60 Prozent an. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Quote damit sogar mehr als verdoppelt.

Das stellt nicht nur die Kommunen vor große Aufgaben. Um in dieser Situation allen Beteiligten die Möglichkeit zur Äußerung von Problemen zu geben und konkrete Lösungswege aufzuzeigen, trafen sich am Samstag, den 06. Juni 2015 intereesierte Bürgerinnen und Bürger mit Fachleuten aus verschiedenen Gesellschaftlichen Bereichen im Bürgerhaus Hennigsdorf. Als Referenten hatte die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Kooperation mit der Karl-Hamann-Stiftung für liberale Politik im Land Brandenburg Kirstin Neumann von der Initiative “Willkommen in Oberhavel e.V.”, Annette Siemes, Referentin im Liberalen Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Stellvertretende Bundesvorsitzende der Freien Demokraten, eingeladen.

 

Zu Beginn der Veranstaltung wurde den Teilnehmern aus der schier unübersichtlichen Gemengelage von Zuständigkeiten eine grobe Struktur aufgezeigt, anhand derer nicht nur den Flüchtlingen, sondern vor allem auch den freiwilligen Helfern Ansprechpartner für konkrete Fragestellungen aufgezeigt werden konnten. Zudem beschrieb Kirstin Neumann die aktuelle Situation der Flüchtlinge vor Ort. Annette Siemes verwies auf das Potential der Neuankömmlinge, zeigte aber auch auf, dass diese nur durch gelingende Integration zu Frieden, Freiheit und Wohlstand beitragen könnten. Marie-Agnes Strack-Zimmermann unterstrich dies und machte deutlich, dass die Flüchtlingskrise nicht nur von Deutschland ausgehend gelöst werden könne, sondern dass sich die Politik, und hier allen voran die Bundesregierung, um eine europäische Lösung bemühen müsse.

 

In der anschließenden Diskussion wurden wichtige Denkanstöße gegeben und es gelang auch, einge Mythen bzgl. der Asylsuchenden richtigzustellen.