#Have a TTIP

Freihandel zum Nutzen Brandenburgs
Nachricht17.02.2017
KHS

Zu Beginn der Veranstaltung verdeutlichte Ingmar Niemann, Dozent für Globalisierungsprozesse TU München/Uni Budapest, was sich hinter dem angestrebten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA verbirgt. Über zwei Videos der Stiftung für die Freiheit können auch Sie eine kurze Übersicht der wichtigsten Fakten erhalten: https://www.youtube.com/watch?v=7GU4aIv1yhg

“Das Freihandelsabkommen wäre für uns eine riesige Entlastung”

Im Anschluss interviewte Moderator Heiko Krause den Geschäftsführer von Special Cars Berlin, Frank Slopianka. Sein Unternhemen handelt mit amerikanischen Autos und Ersatzteilen. Herr Slopianka schilderte diverse Probleme, angefangen bei den umfangreichen und langwierigen Zolldeklarationen, von der Einfuhr in Rotterdam bis nach Deutschland, über den aufwendigen Import von Ersatzteilen, bei denen für jedes einzelne ein gesonderter Zollsatz ermittelt werden müsse, bis hin zu Fragen der Betriebserlaubnis für amerikanische Fahrzeuge.

Hiernach lieferten sich Axel Kaiser (KMU gegen TTIP) und Dr. Thomas Steinmüller (Liberaler Mittelstand Brandenburg) ein Streitgespräch. Axel Kaiser ist fest davon überzeugt, dass das Abkommen nicht beschlossen wird, weil der Widerstand in ganz Europa und inzwischen auch in den USA zu groß ist. Zudem gebe es Probleme hinsichtlich der Transparenz und Einsehbarkeit der Vertragsdokumente.

Thomas Steinmüller kann diese Ansicht nicht nachvollziehen, denn Abkommen der Bundesregierung würden – im Vergleich dazu – weniger transparent gemacht. Er sieht vor allem Vorteile für kleine und mittelständische Unternehmer, für die jede Änderung ihrer Produkte einen großen, vor allem Finanziellen, Aufwand bedeute, und für die eine Angleichung der Normen und Vorschriften eine bessere Wettbewerbsfähigkeit schaffe.